Partnerschaft mit der kolumbianischen Umweltgruppe COSMOS: Zwei Organisationen - gemeinsame Ziele!

 

Auf etwa 1600 m Höhe in den Anden von Kolumbien, im Departament Quindío, das im Januar 1999 von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht worden war, liegt Calarcá, eine Stadt mit ca. 73.000 Einwohnern. Eingebettet in eine reich strukturierte Kulturlandschaft, mit Kaffeefeldern, Viehweiden und mit bezaubernden Nebelwäldern. Dort lebt und wirkt Néstor Ocampo, Gründer und Geschäftsführer der kleinen aber sehr aktiven Umweltgruppe "Fundación ecológica Cosmos", die nun seit 1987 mutig und unbeirrt für eine gerechtere Gesellschaft im Einklang mit der Natur kämpft - und das mit nationaler Ausstrahlung und mit immer mehr Erfolg.

Ein BUND-Mitglied "entdeckte" 1989 auf einer Kolumbienreise die Umweltgruppe COSMOS und stellte den Kontakt zu den Heidelberger BUND-Aktiven her. Durch einen regen Informationsaustausch (in Spanisch) stellte sich schnell heraus, dass COSMOS ganz ähnlich wie eine BUND-Gruppe arbeitet: Konzeptionell und inhaltlich, anklagend und Alternativen aufzeigend, durch Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen, praktische Naturschutzarbeit, Gespräche mit Verantwortlichen, Bürgerberatung usw.

COSMOS setzt sich für einen umweltverträglichen Tourismus in der Kaffeeregion ein, betreut Jugendliche bei der praktischen Naturschutzarbeit, führt Kampagnen durch, beispielsweise zum Schutz der Vögel, bestreitet wöchentlich ein kleines Radioprogramm und organisiert sehr beliebte Wanderungen in der Region. Großes landesweites Aufsehen erregte der Kampf der Umweltgruppe gegen die unkontrollierte Wucherung der Industriewälder von Cartón de Colombia, einer Tochterfirma des multinationalen Papiergiganten Smurfit Kappa Group.

COSMOS organisiert Wanderungen, um den Menschen die Schönheit, aber auch die Gefährdung der Landschaft aufzuzeigen.