BUNDjugend 2013

Fotograf der beiden oberen Fotos: Jörg Farys www.die-projektoren.de

Großdemo in Berlin

Am 19. Januar 2013 war es wieder so weit: Agrarminister aus ganz Europa kamen im Rahmen der Internationalen Grünen Woche zusammen, um die Industrialisierung der Landwirtschaft voranzutreiben. Doch sie waren nicht allein: unter dem Motto „Wir haben es satt!“ gingen ca. 25.000 Demonstranten für eine nachhaltige und faire Landwirtschaft auf die Straße und forderten Reformen in der bisher menschen- und tierverachtenden Agrarpolitik – damit trotzten sie bereits im 3. Jahr in Folge der klirrenden Kälte. Natürlich mischte sich auch die BUND-Jugend wieder lautstark unter die fahnenschwenkende Truppe aus Bauern, Imkern, Tierschützern, Umweltverbänden und anderen Liebhabern von Natur, Tieren und gutem Essen. Gemeinsam mit der BUNDjugend BaWü hatte die BUNDjugend Heidelberg einen Bus in die Hauptstadt gechartert. Kostenlose Unterkunft und Verpflegung  fanden wir unter 27-jährigen im Berliner KuBIZ, einer ehemaligen Schule, in der wir auf unzählige andere BUNDjugend Mitglieder aus ganz Deutschland trafen. In bunten Gemüse- und Tierkostümen zeigten wir auf dem Washingtonplatz zunächst eine Performance, bei der Ilse Aigner mit Agrarlobbyisten „unter einer Decke“ steckte und hilflose Tiere, die von Gestalten in weißen Schutzanzügen Antibiotikaspritzen erhielten, unterjochte. Schließlich wurden die eingesperrten Nutztiere von ihren BUNDjugend-Freunden befreit. Diese Symbolische Befreiung markierte den Start des von Musik und Parolen begleiteten Zuges vom Berliner Hauptbahnhof durch das Regierungsviertel bis hin zum Bundestag.                                                     
Nach der Demo konnte man sich bei netten Gesprächen und einer heißen Suppe in der Heinrich Böll Stiftung aufwärmen. Letztendlich kehrten wir ins KuBIZ zurück, um den Abend mit einer gemeinsamen Reflektionsrunde und veganem Abendessen ausklingen zu lassen.

BUNDjugend 2012

Pressemitteilung vom 23. November 2012

Laut Rhein-Neckar-Zeitung vom 20. 11.12 lehnte Unirektor Eitel die Umsetzung weiterer Energiesparmaßnahmen und den Bezug von Ökostrom an seiner Uni unmissverständlich ab. Und das, obwohl die Grüne Hochschulgruppe Heidelberg bei ihrer Petition für die Umstellung der Uni auf Strom aus 100% erneuerbaren Energiequellen die Unterschriften von ca. 1.400 Studenten sammeln konnte. Seiner Meinung nach sei das Maximum an Energieeffizienz bereits erreicht und für grünen Strom fehlten Eitel zufolge die finanziellen Mittel. Die BUNDjugend Heidelberg hielt diesen Standpunkt für nicht tragbar, schon gar nicht für eine zukunftsorientierte Bildungs- und Forschungseinrichtung. Das machten wir dem Geographie Professor Eitel, der eigentlich mehr Verantwortung für seine Umwelt übernehmen sollte, in einem RNZ Artikel, in dem wir sein Verhalten kritisierten, deutlich. Dabei boten wir ihm eine Energieberatung durch den  BUND Heidelberg an, die ihm bei der Suche nach den eigentlich offensichtlichen Möglichkeiten, ökologischer, sparsamer und effizienter zu haushalten, helfen sollte.
Bisher hat sich Herr Eitel leider noch nicht bei uns gemeldet!

Die komplette Pressemitteilung findet man hier.

Zeichnung von Martin Webeler: "Für Ökostrom ist kein Geld da." 

Pressemitteilung vom 17.Juni 2012

 

Himmbeereis statt Plastik begeistert beim Lebendigen Neckar

 

In den Ozeanen sammeln sich immer größere Plastikinseln, einzelne haben schon die Größe von Zentraleuropa erreicht. Auch sonst verursacht Plastik eine Reihe von Umwelt- und Gesundheitsproblemen. Die BUNDjugend Heidelberg greift diese auf kreative und ungewöhnliche Weise auf und hat zum Lebendigen Neckar am 17. Juni mit dem Quiz „Himbeereis statt Plastik“ einen Riesenerfolg gehabt:
„Mit so einem Erfolg hatten wir nicht gerechnet!“ resümiert Marina Langkamp, Sprecherin der BUNDjugend Heidelberg. Die Jugendlichen hatten mit auffälliger Verkleidung (siehe Bild) für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Mit den Informationen zum Thema Plastik beschäftigten sich die Besucher gerne, denn mit diesem Wissen konnten sie leicht ein Eis gewinnen, das bei dem warmen Wetter sehr viel Anklang fand. Etwa 500 Personen haben laut Stephan Pucher am Quiz teilgenommen das seien deutlich mehr als bei allen früheren vergleichbaren Veranstaltungen des BUND Heidelberg. Das Eis wurde im Solareismobil des BUND mit Sonnenenergie gekühlt.

Mit der Aktion hat die BUNDjugend auch auf ihr Projekt „Plastic World Project“ aufmerksam gemacht. Vom 28. Juni bis zum 1. Juli fahren Jugendliche in auffällig gestalteten Kanus und kostümiert den Neckar hinunter und präsentieren in Neckargerach, Neckargemünd und zum Abschluss auf der Heidelberger Neckarwiese eine mit dem Heidelberger Theater eingeübte Performance zum Thema Plastik. Bei dieser Performance werden Postkarten mit Informationen aus der ganzen Welt zum Thema Plastik verteilt. Ziel ist es, das Bewusstsein für diese Probleme zu stärken und anzuregen, über unsere Konsumgesellschaft nachzudenken. Jugendliche, die mitmachen wollen, können sich am BUNDjugend-Stand auf der Heidelberger Neckarwiese oder direkt bei Marina Langkamp (06221-182631) anmelden.

Die Aktion wird gefördert von der H+G-Bank-Stiftung, vom Klima-Strom-Fonds der Stadtwerke Heidelberg, der Bürgerstiftung Heidelberg und dem dm-Drogeriemarkt. Weitere Unterstützer sind Kanu & Bike, Klaus Staeck (Präsident der Akademie der Künste), das Heidelberger Theater und die Rhein-Neckar-Fahrgastgesellschaft.

BUNDjugend in Berlin

 

 

Am 21.Januar 2012 fand die Demonstration "Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie." in Berlin statt. Insgesamt waren 23 000 Menschen bei dieser Demo und mittendrin natürlich die BUNDjugend. In Zusammenarbeit mit der BUNDjugend Baden Württemberg organisierten wir einen Bus, der nach Berlin fuhr.

Gemeinsam haben wir dem Schneeregen und den eiskalten Temperaturen getrotzt und bunt kostümiert mit allen anderen Demonstranten ein unmissverständliches Zeichen für eine faire, ökologische Landwirtschaft und gegen Gentechnik, Massentierhaltung und Co. gesetzt!

Wir verteilten tausend Flyer mit Rezepten für leckere vegetarische Gerichte an Mitdemonstranten und Passanten und machen selbst als Schweine, Erbsen oder Maiskolben eine gute Figur!

 

 

BUNDjugend 2011

BuJus in Aktion: "FLEISCHt weniger!" II (22.01.2011)


Heidelberger BuJus auf dem Anatomieplatz.

Die erste Aktion des neuen Jahres stand ganz im Zeichen der wiederaufgenommenen Aktion "FLEISCHt weniger!". Ende Januar war es soweit: Unterstützt vom BUND-Regionalverband Neckar-Odenwald bauten wir BuJus auf dem Heidelberger Anatomieplatz unseren Infostand zum Thema Fleischkonsum auf. Zeitgleich zum Agrargipfel in Berlin und vor dem Hintergrund des jüngsten Lebensmittelskandals, fand die Informationsbroschüre "Felix gibt die Löffel ab" reißenden Absatz. Das starke Interesse an Ökofleischanbietern in der Region war hierbei eine wesentliche Triebfeder und bewirkte, dass nach einer halben Stunde bereits die Hälfte der Infomaterialien verteilt war. Danach ließen wir es etwas ruhiger angehen und so kam es am Stand zu interessanten Gesprächen mit Leuten aus allen Teilen Deutschlands und auch mit solchen aus anderen Ländern. Auffällig war, dass viele der Passanten bereits ihren Lebensweise überdacht und begonnen hatten den eigenen Fleischkonsum zu reduzieren. Auch wurden zahlreiche Vegetarier gesichtet. Als nach vier Stunden das Gros der Broschüren, Hefte und Flugblätter erschöpft war, begannen wir mit dem Abbau und beschlossen zugleich die Aktion bald möglichst zu wiederholen.

BuJus in Aktion: "FLEISCHt weniger!" III (06.03.2011)

Da die letzte Aktion im Januar ein voller Erfolg gewesen war, fiel es uns nicht schwer uns darauf zu einigen, sie schnellst möglich zu wiederholen. Aufgrund von Terminschwierigkeiten dauerte es zwar etwas mehr als einen Monat, aber Anfang März hatten wir schließlich doch alle Termine unter einen Hut gebracht und die Genehmigung von Seiten der Stadt bekommen. Analog zur ersten Aktion des Jahres schlugen wir auch diesmal unseren Stand mit Banner, Faltblättern und Infoheften am Anatomieplatz auf. Obwohl die Hauptstraße aufgrund der Fastnachtsumzüge eher schwach ausgelastet war, konnten wir doch ausgesprochen viele Broschüren an den Mann/ die Frau bringen. Und auch dieses Mal erhielten wir von den Passanten und Standbesuchern großen Zuspruch. Gerade ältere MitbürgerInnen, die aus ihrer Kindheit nur wenig Fleisch (Stichwort: Sonntagsbraten!) kannten, aber auch jüngere, die bestens über die Auswirkungen der modernen "konventionellen Landwirtschaft" informiert waren, bestärkten uns darin, "FLEISCH't weniger? Zurück zum Sonntagsbraten!" fortzuführen. Manch einer erinnerte sich sogar an den allerersten Stand unserer Kampagne und freute sich, dass wir gegenüber anderen Gruppen nicht nur "einmalige Geschichten" machten. Als die Sonne schließlich wegging und es merklich kühler wurde, bauten wir dann unseren Stand wieder ab und kehrten vergnügt ins Umweltzentrum zurück.


Heidelberger BuJus im Gespräch mit Passanten (06.03.2011).

BuJus in Aktion: "Für Ökostrom und den Wechsel" (25.03.2011)

Im Vorfeld der Landtagswahl 2011 zeigte die Heidelberger BUNDjugend Ende März Präsenz in der Stadt und trommelte eifrig gegen Atom-, Gen- und andere Risikotechnolgien.

Vorbeigehende Bürgerinnen und Bürger wurden von den jungen Umweltschützern während des gesamten Nachmittags, über die vielfältigen Gefahren aufgeklärt.
Vor dem Hintergrund der jüngsten Fukushimakatastrophe, war die Atomproblematik, besonders im Südwesten, von besonderer Bedeutung. Immerhin wird gegenwärtig rund die Hälfte des in Baden-Württemberg benötigten Stroms von den Atomkraftwerken in Philippsburg und Neckarwestheim produziert, die sich in unmittelbarer Nähe zu großen Ballungsgebieten befinden.

Auch das Gentechnik war den Heidelberger BuJus ein zentrales Anliegen, schließlich wurde in der Vergangenheit in der Region bereits begonnen mit ersten Versuchsfeldern zu experimentieren.

Alles in allem war der Infostand sehr gelungen und das Ergebnis der Landtagswahl aus Sicht der jungen UmweltschüterInnen sehr positiv.

BuJus ausgezeichnet: BUND Heidelberg Ortsgruppe des Jahres

Verschiedene Ehrengäste durfte der BUND Heidelberg am 02.05.2011 in seinem Umweltzentrum willkommen heißen: Neben dem Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner war auch BUND-Landeschefin Brigitte Dahlbender angereist. Und das nicht ohne Grund: Schließlich wurde der BUND Heidelberg als "Ortsgruppe des Jahres geehrt". Maßgeblicher "Auslöser" dieser Ehrung: Die Heidelberger BuJus. Denn wir, so erläuterte es Brigitte Dahlbender in ihrer Laudatio, "sind ein sehr wichtiger Akteur in Heidelberg". Besonders lobend erwähnte sie unsere Aktionen gegen Heizpilze, das Atomkraft in Belene und unser neuestes Projekt "FLEISCH't weniger". Und natürlich hofft sie auch, dass "die BUNDjugend Heidelberg weiterhin aktiv bleiben wird". Das allerdings konnten wir ihr sofort versichern.


Die BUNDjugend Heidelberg mit BUND-Landeschefin Brigitte Dahlbender im Rahmen der Feierlichkeiten zur "Ortsgruppe des Jahres" am 02.05.2011.

BuJus in Aktion: Teilnahme am Jugendklimagipfel 2011

Mit dem Klimawandel und seinen zahlreichen Auswirkungen beschäftigten sich vom 20. - 22. Juli 25 Jugendliche aus Heidelberg und Umgebung im Rahmen des "BUND-Jugendklimagipfels 2011". Auch die BUNDjugend war vertreten durch Amélie und Markus vor Ort und nahm aktiv teil.

Nachdem am ersten Tag den Jugendlichen die Hintergründe und Auswirkungen des Klimawandels im Mittelpunkt des Geschehens standen, rückten an den folgenden beiden Tagen eigene Projektplanungen der TeilnehmerInnen auf politischer wie schulischer Ebene in den Fokus.

So entstanden unter anderem die Idee eines Sponsorenlaufs zugunsten der energetischen Aufwertung und Umrüstung der jeweiligen Schule sowie Überlegungen wie man Jugendliche an einen "klima- und umweltfreundlich Konsum" heranführen könnte. In der Ernährungsgruppe wurden weitere Planungen zu den Themen "FLEISCH't weniger!" und "Reisende Früchte bedrohen das Klima" angestellt.

Alles in allem war der Jugendklimagipfel 2011 ein voller Erfolg - auch für uns Heidelberger BuJus, zumal wir von mehreren TeilnehmerInnen hörten, dass sie uns ab Herbst verstärken wollen.

Die Ergebnisse der einzelnen Projektgruppen wollen wir bereits 2007 zusammentragen und dann dem Jugendgemeinderat und dem Oberbürgermeister zukommen lassen.

BUNDjugend 2010

Spannend und vielfältig. Unter diesen beiden Begriffen konnte die BUNDjugend Heidelberg das vergangene Jahr 2010 zusammenfassen. Diverse Aktionen hielten die BuJus auf Trab und führten sie auch wieder über die Kreisgrenzen hinaus.
Präsenz gezeigt wurde unter anderem beim "Lebendigen Neckar" im Juni und auf verschiedenen Anti-Atom-Kundgebungen, wozu das gelbe BUNDjugend-Atomfass natürlich keineswegs fehlen durfte. Und auch "FLEISCHt weniger!" wurde im Herbst reaktiviert und soll 2011 in Angriff genommen werden.


BuJus Film ab:

Anfang des Jahres beschäftigte sich die BUNDjugend mit dem Thema Plastik und der Verschmutzung dadurch. Gemeinsam wurde der Kinofilm "Plastik Planet" besucht und vorher Flyer zum Thema verteilt.

Am 26.03. fand im BUND-Umweltzentrum die Filmvorführung zum Dokufilm "The Age of Stupid" statt. Der Film sowie die anschließende Diskussionsrunde waren gut besucht und wurden positiv aufgenommen.


BuJus vor Ort: AKW-Umzingelung in Biblis (24.04.2010)

An der Umzingelung des AKWs Biblis am 24.04. nahmen drei BUJUs teil, um zusammen mit ca. 15000 weiteren Atomkraftgegnern ein Zeichen gegen die Verlängerung der AKW Laufzeiten zu setzten.
Nachdem Vertreter von BUND, Bündnis 90/ Die Grünen, SPD u.v.m. Reden zum Thema gehalten hatten, umzingelte man das AKW Biblis bei wunderschönem Sonnenschein komplett. Anschließend simulierte man noch einen Super-GAU und für fünf Minuten legte man sich tödlich verstrahlt auf den Boden.

Ein ausführlicher Bericht zur Aktion, geschrieben von BuJu Fabian:

BUNDjugend Heidelberg umzingelte mit

Auch die BUND Jugend Heidelberg war bei den Anti-Atom-Protesten am 24. April dabei. Leider etwas geschwächt durch Fortbildungen oder Abitur-Feierlichkeiten, konnten immerhin drei BuJus die Reise auf sich nehmen. Diese sollte nach Biblis gehen, denn dort steht immer noch einer der ältesten deutschen Atomkraftreaktoren.

Durch die Wohnsituation ergab es sich, dass sie sich erst vor Ort trafen. Dabei war es gar nicht so einfach, Überblick zu behalten, da wirklich viele Demonstranten auf dem Weg zum Atomkraftwerk waren. Dabei waren die Menschen bunt gemischt, es hatte nichts mehr an sich von den Protesten aus den Achtzigern, die man so aus dem Fernsehen kannte. Familien, Jugendgruppen, Gewerkschaften und Vereine – natürlich auch der BUND – erschufen beinahe die Atmosphäre eines Volksfestes.

Trotz der vielen unterschiedlichen Gruppen blieb es stets friedlich und die Hundertschaften an Polizisten mussten nicht in das Geschehen eingreifen.

Dass auch SPD, die Grünen und die Linken gegen den Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg sind, konnte man auch an deren anwesenden Mitgliederzahl erkennen.

Nach einem längeren Fußmarsch und begleitenden Trommel-Rhythmen war man endlich an dem Hauptaustragungsort angekommen, wo auf einer Bühne schon hörenswerte Reden aus den unterschiedlichsten Bereichen angefangen hatten. Durch die enorme Zuschauerzahl – insgesamt sollen 10000 bis 15000 Leute gekommen sein – war es schwierig einen schattigen Platz zu finden, also setzte man sich auf die sonnige Wiese, unterhielt sich und aß mitgebrachten Kuchen. Nachdem der letzte Vortrag sich dem Ende zu neigte und die Ameisen anfingen frech zu werden, setzte man sich wieder in Bewegung und lief um das AKW herum. Denn das Highlight der Kundgebung sollte die Umzingelung des großen Kraftwerksgeländes sein. Hier hätte es zwar für die Veranstalter schwierig werden können, aber durch die vielen Leute war auch dieses Ziel leicht erreicht worden.

Beim Spaziergang merkten die drei Heidelberger dann auch was sie vergessen hatten. Die überdimensionalen Kühltürme hätten sich gut für ein Erinnerungsfoto geeignet, doch niemand hatte an eine Kamera gedacht.Stattdessen lässt sich auf die Seite www.anti-atom-umzingelung.de verweisen, da gibt es auch Bilder zu sehen.

Anschließend simulierte man noch einen Super-GAU und für fünf Minuten legte man sich tödlich verstrahlt auf den Boden. Da die dann wiederbelebten BuJu-Abgesandten wieder schnell zu ihren Bussen mussten, konnten sie dem anschließenden Kulturprogramm nicht beiwohnen, sondern gingen „heimwärts“. Alles in allem hatte die Demo uns gut gefallen und so freuen wir uns darauf, das nächste Mal mit mehr BuJus aus Heidelberg wiederzukommen.


BuJus vor Ort: Lebendiger Neckar - Wasser und virtuelles Wasser (20.06.2010)

Beim diesjährigen Aktionstag "Lebendiger Neckar" hatte auch die BUNDjugend wieder einen Stand organisiert.

Passend zum Aktionsnamen, haben wir uns das Thema "Wasser" vorgenommen und uns insbesondere auf die Aspekte der Wasserknappheit, des Ressourcenkonflikts und das virtuelle Wasser haben konzentriert. Letztere Bezeichnung ist hierbei noch nicht allen Gästen bekannt gewesen. Denn nicht nur der reale Wasserverbrauch, der in Deutschland seit den neunzigern Jahre erfreulicherweise zurückgeht und heute bei knapp 130 Liter pro Person und Tag liegt, ist zu beachten. Die Produkte, die wir im Alltag benutzen, erfordern für ihre Produktion meist auch viel Wasser. Und da wir viele Produkte importieren, haben wir auch Einfluss auf den Wasserverbrauch in Ländern wie Brasilien oder Indien.

Angelockt vom stadbekannten Solareismobil des BUND, an dem wir Bio-Eis verkauften, zog es viele Neugierige - trotz bewölkten Wetters - zu unserem Stand. Schließlich konnte man bei unserem Wasserquiz das Eis auch gewinnen oder ermäßigt erwerben. Bei der Beantwortung der Fragen zeigte sich dann so mancher Kandidat ziemlich überrascht aufgrund der Antworten. Oder wussten Sie, dass für ein Hamburger 2400 l Wasser verbraucht wird oder dass ein Liter Leitungswasser noch immer 52 Mal billiger ist als das Wasser aus dem Discounter (und natürlich auch noch ökologischer)?

Unsere Umweltarbeit präsentierten wir auf einem liebevoll gebastelten Plakat und modernen Flyern, einige Gespräche mit Passanten bestätigten uns in unserem Wirken.

Insgesamt war die BUNDjugend höchst zufrieden über den Verlauf der Aktion.


BuJus vor Ort: Landtagsumzingelung in Stuttgart (06.10.2010)

Anfang Oktober hieß es für die Heidelberger BuJus: "Atommüllfässer und Brennstäbe einpacken und auf zur Landtagsumzingelung!".

Gemeinsam mit den anderen Demonstranten zogen wir vom Stuttgarter Hbf durch die Innenstadt zum Landtag. Nach einer kurzen Kundgebung, die von .ausgestrahlt organisiert worden war und an der neben BUND-Baden-Württemberg-Chefin Brigitte Dahlbender auch Vertreter der Gewerkschaften teilnahmen, begannen wir das baden-württembergische Parlamentsgebäude zu umzingeln. Ziel war es darauf aufmerksam zu machen, dass wir es nicht dulden, dass der Atommüllberg noch weiter wächst und wir noch länger einem vermeidbaren Risiko durch Reaktorunfälle etc. ausgesetzt werden.

Nicht nur die Veranstalter zeigten sich nach dem Ende der Demonstration zufrieden - auch wir BuJus waren nach unserem zweiten Abstecher in die Landeshauptstadt sehr positiv gestimmt, hatten wir doch ein klares Signal gegen verlängerte Altmeiler und Co. gesetzt

BUNDjugend 2009

Das Aktionsjahr 2009 verlief für die BUNDjugend Heidelberg äußerst erfolgreich. Zum einen konnten wir nach dem Abgang einiger Mitglieder, bedingt durch Abitur und Studiumsbeginn, neue Mitglieder anwerben. Zum anderen starteten die Heidelberger BuJus zahlreiche Aktionen - so fuhren wir mit einem Atomfass durch BaWü, sprachen mit Sigmar Gabriel und leisteten vor allem sehr viel Öffentlichkeitsarbeit.

BuJus in Aktion - "Kohle nur noch zum Grillen" (28.02.2009)

Die erste Aktion im Jahr stand ganz im Zeichen des geplanten Kohlekraftwerks „Block 9“ in Mannheim. Unter dem Motto „Kohle nur noch zum Grillen“ luden wir von der BUNDjugend Heidelberg zusammen mit der Grünen Jugend Mannheim im Februar den damaligen Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD), der im Rahmen einer Infoveranstaltung der Großkraftwerk Mannheim (GKM) AG die Stadt besuchte, zum Grillen ein, um ihn dabei über ihre Standpunkte zu informieren. Vor dem Tor der GKM diskutierten wir mit Gabriel über die Notwendigkeit neuer Kohlekraftwerke; von einem Stopp der Neubaupläne konnten wir den Umweltminister jedoch nicht überzeugen.

BuJus in Aktion - "FingeRWEg von Belene"


Heidelberger BuJus bei der Unterschriftenaktion gegen das Beleneprojekt.

In einer weiteren Aktion unter dem Motto „FingeRWEg von Belene“, rief die BUNDjugend im März des Jahres dazu auf, den Versicherer Allianz dazu zu bewegen, sich im RWE-Aufsichtsrat gegen den Neubau und die Beteiligung von Atomkraftwerken in Bulgarien und Rumänien zu engagieren. Mit fast 5% der Anteile ist Allianz größter Aktionär des Energiekonzerns, der zum damaligen Zeitpunkt seinerseits 1,5 Milliarden Euro in das bulgarische Atomkraftwerk Belene investieren wollte und über eine Beteiligung am rumänischen AKW-Neubau Cernavoda verhandelte. Belene liegt in einer als erdbebengefährdet bekannten Region. Nachdem wir in der Heidelberger Hauptstraße bereits im Vorfeld Unterschriften gesammelt hatten, klärten rund 20 junge Umweltschützer (BuJus und Aktive der Klima-Aktions-Gruppe) auch am Heidelberger Hauptbahnof Reisende und Passanten über die geplanten Atomgeschäfte des Energiekonzerns und des Versicherers auf. Mit Sprüchen wie "Mann, sind die sicher Mann!" verteilten wir dazu kleine Schoko-AKWs, um diese dann symbolisch zu vernichten. Außerdem wurden rund 500 Unterschriften gesammelt, die Bernhard Olbrich, dem Inhaber des Allianz Versicherungsbüros am Hauptbahnhof, übergeben wurden. Am 28.10.2009 gaben verschiedene Medien schließlich bekannt, dass RWE auf Grund "der unsicheren Finanzierungslage" den Rückzug aus dem Milliardenprojekt plane.

BuJus in Aktion - Fassrundfahrt im Ländle

Im Mai 2009 machten sich sechs junge Umweltschützer der Heidelberger BUNDjugend auf zu einer Tour ins Ländle. Gekleidet in weiße Schutzanzüge und ausgestattet mit dem BUNDjugend "Atomfass" fuhren wir per Zug mit Stopp in Karlsruhe nach Stuttgart. Vor dem Schloss und auf der Königsallee klärten wir Passanten dann über das Thema Atomkraft und die Risiken, die mit einer Verlängerung der Restlaufzeiten, wie auch schon dem aktuellen Betrieb verbunden sind, auf.

BuJus in Aktion - "FLEISCHt weniger!" - Teil I

Im Frühsommer wurde ebenso ein neues, lokales Projekt gestartet - "FLEISCHt weniger! - Zurück zum Sonntagsbraten"

Zu dieser Zeit stellten wir uns bei einem Aktiventreffen nämlich die Frage, warum bald eine Milliarde Menschen hungern müssen, obwohl es angeblich genug Nahrung für alle gäbe. Gleichsam lasen wir ein Interview mit dem indischen Ökonom Rajendra Kumar Pachauri, der darin vorschlug, dass die Bewohner der westlichen Welt einmal die Woche freiwillig auf Fleisch verzichten sollten, um so einen Beitrag zum Kampf gegen die Klimaerwärmung zu leisten. So entstand nach und nach "FLEISCHt weniger!".

Bei der ersten Aktion 2009 klärten wir die Bevölkerung auf dem Heidelberger Theaterplatz über die Auswirkungen des übermäßigen Fleischkonsums auf. Immerhin entfallen 13% der CO2 Emission auf die Landwirtschaft. Da die Aktion sehr gut aufgenommen wurde, wurde bald schon geplant, sie zu wiederhohlen.

Im September 2010 begannen schließlich Planungen für ein längerfristiges Konzept und somit zu FLEISCHt weniger! Teil II.


BuJus in Aktion - "Reisende Früchte bedrohen das Klima"

Nach der Sommerpause wurde die letzte Aktion des Jahres in Angriff genommen. Unter dem Motto „Reisende Früchte bedrohen das Klima“ verteilten wir dann im Dezember vor der Aldi Süd-Filiale in der Poststraße Flyer an die Käufer, in denen sie zum pflichtbewussten Kauf von Obst und Gemüse aufgefordert wurden. So sollen die Konsumenten mehr regionale und saisonale Produkte kaufen, anstatt auf eingeflogene Ware zurückzugreifen, die durch den Flugzeugtransport eine miserable CO2-Bilanz aufweist.

Link zum Flyer:


BuJu Aktive 2009:


Die Heidelberger BUNDjugend wie sie sich Ende 2009 präsentierte.

BUNDjugend 2008

Da sich die BUNDjugend Ende 2007 gegründet hatte, wurden die ersten größeren Aktionen erst 2008 verwirklicht - und dies sehr erfolgreich!

Neben der Teilnahme an der Großdemo gegen das neue Kohlekraftwerk "Block 9" in Mannheim, setzten wir uns unter anderem auch für die Kennzeichnung von genfreien Produkten ein oder überlegten uns neue Plakate und Infobroschüren zu Umweltthemen.


BuJus vor Ort - "Statt Kohle und Atom - lieber grünen Strom"

Nachdem noch Ende 2007 eine erste Aktion gegen die klimaschädlichen Heizpilze in Cafés
und Restaurants der Heidelberger Altstadt gestartet wurde,stand 2008 ganz im Zeichen des Protestes gegen das geplante Kohlekraftwerk in Mannheim. So demonstrierten wir im Frühsommer mit dem frisch gemalten Banner „Statt Kohle und Atom – lieber grünen Strom“ auf der Kundgebung gegen den Kraftwerksbau mit. Die Aktion war ein großer Erfolg und fand in den Medien große Beachtung, wie ihr in der Pressemappe nachlesen könnt.


BuJus in Kontakt - BUNDjugend und JGR

Daneben stellten wir die BUNDjugend im Heidelberger Jugendgemeinderat vor und arbeiteten mit einigen Mitgliedern des Rates auch im Verlauf des Jahres eng zusammen.

BuJus in Aktion - "EDEKA-Aktion"

Im Herbst 2008 wurde dann von den neuen Zivis Emmanuel und Manuel eine Initiative des BUND-Bundesverbandes aufgegriffen. Die neu aufgestellte und vergrößerte BuJu-Truppe setzte sich nun dafür ein, dass die Lebensmittelhandelskette EDEKA bei ihren Eigenmarken auf Gentechnik verzichtet. Im Rahmen dieser Aktion sammelten wir vor dem EDEKA Markt Rüdinger in der Heidelberger Weststadt Unterschriften. Diese wurden sowohl der EDEKA Zentrale in Hamburg, als auch dem Marktleiter Herrn Rüdiger übergeben. => Siehe Pressemappe


Die BUNDjugend wie sie sich Ende 2008 präsentiert

BUNDjugend 2007

Vom Mittwoch, den 10.10. bis zum Freitag, den 12.10.2007 fand im Hilde-Domin-Saal in der Heidelberger Stadtbücherei ein Workshop des BUND Heidelberg statt; der Titel lautete "Klimaschutz in der Stadt - global verstehen, lokal handeln". Einladungen waren im Vorfeld an alle Heidelberger Schulen gegangen. Auf diesem Workshop wurde der Grundstein für die Gründung der Heidelberger BUNDjugend gelegt und am 23.10. fand das erste Heidelberger BUNDjugend-Treffen statt.

Der Rest des Gründungsjahres 2007 stand dann ganz im Zeichen der Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Jugendgemeinderat und dem Planen und Durchführen erster Aktionen.

BUNDjugend Gründung - Der Workshop

Mehr über den Workshop unter: vorort.bund.net/jugendklimaworkshop.de/


Die Gründungsmitglieder der BUNDJugend Heidelberg, November 2007

BuJus in Kontakt - Partnerschaft mit dem JGR 2007

Von Anfang an war es ein festes Ziel der Workshopplanungen, die im Seminar gewonnenen Ergebnisse auch in die politischen Entscheidungen der Stadt Heidelberg einfließen zu lassen. Hierzu hatte der Heidelberger Jugendgemeinderat der Wahlperiode 2005 - 2007 auch zugesagt, die Workshopteilnehmer dabei zu unterstützen, ihre Handlungsempfehlungen in die Heidelberger Stadtpolitik einzubringen. Durch Verzögerungen beim Projektstart lagen die Workshop-Ergebnisse leider jedoch erst kurz vor der letzten Sitzung des amtierenden Jugendgemeinderats (JGR) vor. So war die ursprüngliche Idee, gleich einen Klimaschutzbeirat des Jugendgemeinderats zu gründen, nicht mehr umsetzbar und musste in die neue Wahlperiode vertagt werden. Trotzdem hatte die frisch gegründete BUNDjugend noch am 21. November des Jahres die Chance vor dem alten JGR vorzusprechen, um über den Workshop zu berichten und für die Zukunft den Aufbau einer Partnerschaft zu vereinbaren. Am 15. Dezember hatte die Wahl des neuen JGR schließlich stattgefunden und wieder gewählt wurden auch die Personen, die sich dort um das Thema kümmern wollten. Somit steht einer längerfristigen Zusammenarbeit zwischen BUNDjugend und Heidelberger JGR prinzipiell nichts mehr im Wege. Eine Gruppe aus gewählten JGR-Mitgliedern wird zukünftig mit unserer "BuJu-Gruppe" Kontakt halten und sich in Sachen Klimaschutz beraten lassen.


Die neugegründete Heidelberger BUNDjugend traf im Rathaus auch auf OB Würzner, dem sie ebenfalls ein Exemplar ihrer Klimaschutzempfehlungen überreichte.

BuJus in Aktion - Werbeplakate, Heizpilze und Acabion

Die Gründung der Heidelberger BUNDjugend wurde bald darauf auch in der Rhein-Neckar-Zeitung bekannt gegeben, die im Vorfeld bereits über den Klimaschutzworkshop berichtet hatte.

Bereits im Anschluss an die Gründung nahmen wir BuJus uns ein erstes Thema vor - wir griffen die Idee der Werbeplakate auf, welche während des Workshops bereits ausgestaltet worden waren. Ziel der ersten Aktion war es, speziell Jugendliche zur Teilnahme am Umwelt- und Klimaschutz zu ermuntern. So wurden letztlich drei Motive neu konzipiert, beziehungsweise übernommen, welche dann an verschiedenen Heidelberger Schulen aufgehängt wurden. Ein Nebeneffekt sollte die Anwerbung weiterer Mitglieder sein.

Die erste "richtige" Aktion war eine Handzettelkampagne gegen die klimafeindlichen Heizplize. Hierzu verteilten wir vor den betroffenen Cafés und Restaurants Flyer. Die Aktion fiel mit dem Beschluss der Stadt Heidelberg zusammen, es Gaststätten, Cafés etc. künftig zu untersagen auf offener Straße Heizpilze zu unterhalten (Heizpilze in Innenhöfen und auf Privatgrundstücken sind jedoch weiterhin erlaubt).

Außerdem besuchten wir in Eppelheim noch den Entwickler von „Acabion“, einem neuartigen Automobilprojekt, sammelten so zum Abschluss des Jahres 2007 neue Anregungen und tankten viel Motivation für weitere Aktionen.