Stellungnahme des BUND zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan und örtlichen Bauvorschriften „Versorgungszentrum“ in Heidelberg-Bahnstadt

 

  1. Die Planzeichnungen sind fehlerhaft, da die Abbildung der Planungsunterlagen eine Baumbepflanzung auf dem Sockel der Tiefgarage und auf den Dächern der Supermärkte vortäuschen.
  2. Die Grundflächenzahl von 0,8 ist nicht nachvollziehbar, da die Verkehrsfläche in ihrer Größe  nicht benannt ist und die Unterbebauung des Geländes mit Tiefgaragen nicht klar genug beschrieben ist. Rechnet man die versiegelten Verkehrsflächen von 14.500 m² hinzu, beträgt die Grundflächenzahl für das Bebauungsgebiet deutlich mehr als 0,8.
  3. Die Tiefgaragen sollten sich nur unterhalb der  fünfgeschossigen Gebäude befinden, sodass auf den übrigen Freiflächen Plätze mit Baumbepflanzungen und hohem Aufenthaltswert ermöglicht werden.
  4. Die Nahversorgung der Bewohner der Bahnstadt sollte nicht auf ein überdimensioniertes Einkaufszentrum beschränkt werden, sondern dezentrale Angebote vorsehen. – Es ist zu überprüfen und nachzuweisen, dass das Vorhaben mit dem Nahversorgungskonzept der Stadt Heidelberg für den gesamtstädtischen Bereich übereinstimmt.
  5. Das Luftbild des Gebietes der Bahnstadt ist veraltet und sollte durch ein aktuelles ersetzt werden, um die Planung optisch nachvollziehbar zu machen.
  6. In Bezug auf die Baukörper sollte die Mahnung des letzten Pritzker- Preisträgers Toyo Ito ernst genommen werden: „Die heutige Architektur ist oft einförmig und ich fürchte, dass die Menschen dadurch auch einförmig werden.“