Wieblingens Natur- und Kulturlandschaft

der BUND Wieblingen lädt im Rahmen des Wieblinger Stadtteil-Jubiläums (1250 Jahre) zusammen mit dem Kleingartenverein Heidelberg-Wieblingen 1941 e.V. zu zwei Jubiläums- und Informations-Nachmittagen ein. Thema: „Wieblingens Natur- und Kulturlandschaft“.  

Im Westen des Heidelberger Stadtteils Wieblingen liegt eine weite Feldflur und im Osten ein einzigartiges Natur- und Landschaftsschutzgebiet.

Am ersten Termin, Samstag, den 20.Mai 2017, 16 Uhr (Treffpunkt Wieblinger Kerweplatz) geht es um das Natur und Landschaftsschutzgebiet und es gibt es eine Führung des BUND-Wieblingen am Neckar. Danach lädt der Kleingärtnerverein ( ab ca. 17 Uhr) in sein neues Vereinsheim ein. Dort wird über Naturschutz im Garten und Bodenbeschaffenheit informiert, es gibt eine Bilderschau zur Tierwelt in Wieblingen, Bilderrätsel für Kinder und einen abschließenden Imbiss.

Am zweiten Tag (24.06.), zu dem extra eindaladen wird, geht es zusammen mit dem BUND-Wieblingen und dem Bauernverein um die Biotopvernetzung auf Wieblinger Gemarkung mit anschließender Hofbesichtigung.

Die BUND-Ortsgruppe Heidelberg-Wieblingen

Die BUND-Ortsgruppe Heidelberg-Wieblingen

Als einziger Stadtteil von Heidelberg hat Wieblingen eine eigene Ortsgruppe des "Bund für Umwelt und Naturschutz" (BUND).

 

Die kleine, aber sehr aktive Naturschutzgruppe feierte 2014 ihren 30.Geburtstag. Sie hat es sich zu ihrer Aufgabe gemacht, bei städtischen Ämtern und beim Regierungspräsidium in Karlsruhe die Lösung der zahlreichen Umweltprobleme in diesem Stadtteil anzumahnen und selbst Maßnahmen für die Verminderung der Belastungen zu erarbeiten.

 

Ein wichtiges Projekt der BUND-Ortsgruppe ist die Betreuung des Naturschutzgebiets am Heidelberger Altneckar. Die Einzigartigkeit dieser Flussaue kann jedoch nur erhalten bleiben, wenn im Schutzgebiet keine menschlichen Eingriffe – z. B. Bootsfahrten oder Fällungen der Auenvegetation – stattfinden.

 

Kontakt:

Regine Buyer

regine_buyer@web.de

Naturlehrpfad am Altneckar Heidelberg-Wieblingen

Ein wichtiges Projekt der BUND-Ortsgruppe ist die Betreuung des Naturschutzgebiets am Heidelberger Altneckar. Die Einzigartigkeit dieser Flussaue kann jedoch nur erhalten bleiben, wenn im Schutzgebiet keine menschlichen Eingriffe – z. B. Bootsfahrten – stattfinden.

Wer mehr über die Pflanzen und Tiere im und am Altneckar weiß und genauer hinsieht, kann diese auch mehr respektieren, besser schonen und schützen:

Acht Informationstafeln am linken Neckarufer zwischen Heidelberg und Wieblingen machen auf die Schönheit, auf die Besonderheiten und nicht zuletzt auf die Schutzwürdigkeit dieser Auenlandschaft aufmerksam. Zahlreiche bedrohte und deshalb besonders geschützte Lebewesen haben dort Zuflucht gefunden.

Der Naturlehrpfad soll Spaziergänger und Naturfreunde über die hier lebenden Eisvögel, Haubentaucher, Graureiher, Prachtlibellen, Wasserfledermäuse und die zahlreichen Wintergäste, und Durchzügler des Altneckars informieren. Ein Einblick in die Lebensweise der Bewohner des Altneckars hilft, die Tiere am Fluss gezielt und mit dem nötigen Abstand zu beobachten.

 

„Erste Hilfe“ für die Kastanien in Wieblingen

Ein meterdicker Stamm, kräftige Äste und eine hochgewölbte Krone mit dichtem Laubwerk. sind typisch für die Rosskastanie. Sie spendet Schatten in vielen Kaffee- und Biergärten und säumt so manche Straße und viele Spazierwege. Im Frühjahr erfreut sie uns mit ihren kerzenartigen Blütenständen
Wie andere Bäume kämpft auch die Rosskastanie mit ihren Mitteln erfolgreicher als viele Politiker gegen die Klimakatastrophe: Eine etwa 20 Meter hohe Kastanie trägt im Sommer ca. eine Viertelmillion Laubblätter. Sie binden an einem einzigen Sommertag 9500 Liter Kohlendioxid – fast so viel wie ein Auto bei einer Fahrt von 100km ausstößt. Doch damit nicht genug: Dieser Baum produziert ebenfalls 9500 Liter Sauerstoff, befeuchtet unsere Atemluft und bindet Unmengen von Staub und anderen Schwebstoffen, die unsere Luft belasten. So sorgt dieser beliebte Schattenspender für unser Wohlbefinden nicht nur im Biergarten.

Kastanien sind wie alle Stadtbäume zahlreichen Belastungen ausgesetzt: Wassermangel durch versiegelte Böden, winterliches Salz, das die Wurzeln schädigt, u. ä.
Doch damit nicht genug: seit ca. 15 Jahren sind immer mehr Kastanien in unserer Region von einem neuen Schädling befallen: Es handelt sich dabei im die Rosskastanien-Miniermotte, deren Larven in den Blättern mehrere Zentimeter lange Gänge bohren. An diesen Stellen wird das Blatt braun und kann seine für uns so nützliche Aufgabe der Sauerstoffproduktion nicht mehr erfüllen.
Schon Ende August werden dann viele Blätter braun. Viel früher als andere Bäume ist die Kastanie dann kahl.
Da die Puppen dieses Schadinsekts in den abgefallenen Blättern überwintern, ist die Neuinfektion im kommenden Frühjahr vorprogrammiert.
Wir, die BUND-Ortsgruppe Heidelberg-Wieblingen, haben es uns zur Aufgabe gemacht, uns für die Bäume unserer Kulturlandschaft einzusetzen. Bei den Kastanien heißt das, dass wir im November das Laub unter den Kastanien und damit die Puppen der Schadinsekten zusammenkehren und fachgerecht entsorgen, um so die Bäume vor Neuinfektion im kommenden Frühjahr zu schützen.

Helfen Sie mit bei dieser Baumschutz-Aktion und unterstützen Sie die BUND-Ortsgruppe; sie findet normalerweise am zweiten Samstag im November statt.