Ungeziefer im Haus! - Was tun?

Die bequemste Methode Ameisen, Silberfischchen oder andere Lästlinge im Haus loszuwerden, ist der Griff zum Insektenspray. „Mit natürlichem Wirkstoff aus Chrysanthemenblüten“ steht da drauf. Das klingt „bio“. Dass zusätzlich noch schlimmere Gifte drin sind, die auf die Dauer Menschen krank machen können, erkennt nur der Experte.

Zurecht ist die Anwendung und der Verkauf von Giften für den Garten stark eingeschränkt worden. Dass dagegen solche für den Innenbereich immer noch wie Putzmittel offen in den Regalen stehen, ist ein Unding. In Räumen werden Gifte mangels UV-Licht noch langsamer abgebaut und halten sich sehr hartnäckig beispielsweise in Teppichen, Polstern oder Teddybären. Die vom Hersteller empfohlene Anwendung auch in Bäckereien, Metzgereien, Gaststätten, Nahrungsmittelbetrieben, Schulen, Krankenhäusern und Flugzeugen lässt außerdem erahnen, mit wieviel krankmachendem Gift man unfreiwillig in Berührung kommt. Deshalb rät die BUND-Umweltberatung dringend: Finger weg von Ungeziefer-Sprays!

Hausbewohnende Ameisen kann man bekämpfen durch Ausstreuen von Backpulver entlang der Ameisenstraße über drei Tage hinweg. Silberfischchen lassen sich mit einem feuchten weißen Baumwollappen ködern. Tagsüber verkriechen sie sich darunter und können so leicht entfernt werden. Solcherlei trickreiche Methoden gibt es gegen viele Plagegeister. Rufen Sie uns einfach an oder kommen Sie bei uns vorbei!

Wir können in vielen Fällen auch Ihre unbekannten „Hausgäste“ identifizieren. Oft genügt es schon, uns davon eine gutes Foto zu mailen, oder Sie bringen das Tierchen, möglichst lebendig, in einem Marmeladeglas bei uns vorbei. Literaturtipp Ungebetene Hausgäste, Christel Sachs/Jutta Kopp, Sachsverlag, ca. 15,- €

Ameisen!

Es ist faszinierend Ameisen bei der Arbeit zuzusehen, wenn sie gemeinschaftlich tote Raupen über Stock und Stein und unendlich viele sperrige Grashalme zum Nest zerren. Ihr sprichwörtlicher Fleiß kennt allerdings keine Grenzen: Auf der ständigen Suche nach Futter sind ihnen auch menschliche Behausungen ein Abstecher wert. Entdeckt dabei eine Ameise gute Futterquellen, legt sie eine Duftspur zum Nest und alarmiert ihre Kolleginnen. Diese ziehen dann in Scharen zum Leckerbissen im Haus los, immer schön der Duftstraße entlang.

Spätestens hier ist es aus mit der Bewunderung für die winzigen Geschöpfe mit dem hochentwickelten Sozialwesen, und man will sie wieder loswerden. Aber wie? „Bloß nicht mit Gift!“, warnt die BUND-Umweltberatung. Es gibt eine Fülle von harmlosen Mitteln und Methoden, sehr lästig werdende Ameisen in Haus und Garten zu vertreiben oder ihnen im Notfall den Garaus zu machen.

Beispiele: Türen und Fenster lassen sich wirkungsvoll mit einer Duftstoffbarriere aus ausgestreutem Zimt oder Kaffeesatz abriegeln. Backpulver auf trockenem Boden tötet sie. Ameisennester auf der Terrasse, im Gemüsebeet oder im Pflanzkübel kann man durch Fluten mit kaltem Wasser oder mit den Duftstoffen zum Umzug veranlassen. Heißes Wasser und Seifenlauge überleben die Ameisen im Nest nicht. Bei in Massen einfliegenden geflügelten Männchen hilft schlicht der Staubsauger.

Hilfe, Flöhe!

Hunde- und Katzenbesitzer wissen, dass sie mit ihnen leben müssen. Doch kehrt man aus dem Urlaub zurück und in der Wohnung wimmelt es plötzlich nur so von Flöhen, dann bricht oft Panik aus: Insektizide werden versprüht und dem Haustier in den Nacken geträufelt. Diese Mittel sind aber nicht nur für Flöhe giftig. Bei Mensch und Tier können als Spätwirkung Nervenschäden auftreten. Flohhalsbänder gefährden besonders Kinder, wenn sie beim Spielen mit ihrem geliebten Vierbeiner in engen Kontakt mit den giftigen Imprägnierungen kommen.

Unschädliche Methoden, die den Flohbefall in Grenzen halten, sind dagegen sehr häufiges, gründliches Staubsaugen, die Verwendung eines Flohkammes, das Baden der Tiere in Seifenlauge sowie das häufige und regelmäßige Reinigen der Schlafplätze. Übrigens: Das Massenauftreten der Plagegeister nach dem Urlaub kommt daher, dass Flohpuppen mit dem Ausschlüpfen so lange warten, bis sie Erschütterungen, die Körperwärme des Wirtes oder ausgeatmetes Kohlendioxid wahrnehmen. Die Urlauber selber geben also das Kommando zum Überfall und sollten deshalb erstmal nur mit dem Staubsauger bewaffnet durch die Wohnung gehen.

Schnaken!

Bei allem Respekt vor der Wunderwelt der Insekten, bei Schnakenüberfall (Im Südwesten Deutschlands heißen die Stechmücken - die hier gemeint sind - Schnaken) hört der Spaß auf. Und klatsch - wieder eine weniger! Die Handtuchmethode ist dabei noch eine garantiert unschädliche Art der Bekämpfung dieser Plagegeister. Anders verhält es sich jedoch bei der Verwendung von Verdampfungsgeräten, die pyrethroide Wirkstoffe in der Zimmerluft oder in der Sitzecke im Garten verbreiten. Es gibt sehr deutliche Hinweise dafür, dass diese Nervengifte auf die Dauer auch beim Einatmen von nur geringen Mengen für den Menschen üble Gesundheitsschäden hervorrufen können. Der Grund: Pyrethroide Wirkstoffe reichern sich im Körper an. Wenn genug beisammen ist, können sie ihre schädliche Wirkung entfalten.

Von der Verwendung dieser Wirkstoffe rät die BUND-Umweltberatung deshalb dringend ab. Unbedenklich sind dagegen Vertreibungsversuche mit ätherischen Ölen wie Minze, Lavendel oder Nelke. Diese haben sich auch in Mückenschutzmitteln zum Einreiben mitunter als wirksam erwiesen. Präparate mit den Wirkstoffen Diethyltoluamid oder Dimethylphtalat haben sich dagegen als gesundheitsschädlich herausgestellt und sollten auf keinen Fall regelmäßig sondern nur im Notfall verwendet werden.

Hat eine Schnake zugestochen, dann hilft ganz gut Franzbranntwein mit Menthol gegen den Juckreiz. In schnakenreichen Gegenden lohnt sich das Anbringen von Fliegengittern an Fenstern und das Schlafen unterm Moskitonetz.

Im übrigen braucht man Stechmücken nicht gerade zu züchten. Während die Larven im lebendigen Gartenteich keine Überlebenschance haben, sind offen stehende Regentonnen oder liegengelassenes Spielzeug, in dem sich Regenwasser sammeln kann, ideale Brutstätten. Zur Bekämpfung der Schnakenlarven in der Regentonne gibt es übrigens im Gartenbedarfsgeschäft ein harmloses Präparat, den Bacillus thuringiensis, zu kaufen. Er wird auch zur Schnakenbekämpfung in den Rheinniederungen eingesetzt.

Hilfe, Wespen!

Sie sind neugierig, flink, respektlos, rotzfrech, tauchen meist in Gruppen auf und gehören zum Hochsommer wie der Zwetschgenkuchen: Wespen. Diesen mögen sie anscheinend besonders gerne, was so manchen beim sonntäglichen Kaffeetrinken auf der Terrasse zum Verzweifeln bringt. Doch so lästig diese Insekten mitunter sind, so falsch wäre es, sie grundsätzlich zu bekämpfen.

Wespen haben in der Insektenwelt eine wichtige regulierende Aufgabe. Für ihre Nachkommenschaft brauchen sie Fleisch und gehen deshalb auf Jagd nach anderen Insekten. So kann man schon mal beobachten, wie eine Fliege im Flug überfallen wird, beide zu Boden fallen, die Wespe der Fliege zuerst den Kopf, dann das Hinterteil, die Flügel und die Beine abbeißt und mit der Fliegenbrust ins Nest davonfliegt. Sie selbst ernähren sich allerdings von Nektar, Pflanzensäften, süßem Obst und, wie gesagt, von Zwetschgenkuchen.

Der Lebenszyklus der Wespen

Der Lebenszyklus der Wespen beginnt im Frühjahr, wenn die Königinnen, die den Winter überlebt haben, mit dem papierartigen Nestbau beginnen und erste Eier in die Zellen legen. Um diese erste Brut kümmert sich die Königin selbst, um später gelegte Eier das ganze Wespenvolk.

In dieser Zeit fallen die Wespen kaum auf und sind nicht aggressiv. Ihr Futter besteht aus süßen Pflanzensäften, und die Brut wird mit eiweißhaltiger Nahrung versorgt. Viele Insekten werden gefangen und verfüttert und manch ein Gartenschädling bekommt so Probleme. Wir können die Wespen manchmal auch dabei beobachten, wie sie kleine Stücke aus Schinken oder Fleisch herausschneiden und diese abtransportieren.

Im Spätsommer, wenn die neuen Wespenköniginnen herangewachsen, befruchtet und ausgeflogen sind, beenden die Wespen auch die Versorgung der restlichen Brut. Das Nest wird allerdings noch nicht verlassen. Die noch lebenden Wespen gehen dort ein und aus und benötigen als Futter jetzt nur noch Süßes für ihre eigene Ernährung. Dieses Futter wird in der Natur im Herbst jedoch knapp und eine noch verbleibende Quelle ist reifes Obst - ein Grund warum Wespen in der Zwetschgenkuchenzeit oft lästig werden.

Das Wespenvolk stirbt im Herbst, und spätestens Anfang November ist der Spuk vorbei und das Nest verlassen. Die bereits ausgeflogenen Königinnen werden überwintern und im nächsten Frühjahr irgendwo einen neuen Platz suchen, um ein Nest zu bauen und ein neues Volk zu gründen. Der alte Platz wird nicht wieder aufgesucht.

Was tun gegen Wespen?

Wenn das Nest freihängend ist, handelt es sich wahrscheinlich um die Sächsische Wespe, eine sehr friedfertige Art. Hier wäre es völlig überflüssig, irgendwelche Maßnahmen zur Entfernung des Nestes zu ergreifen. Lästiger und auch häufiger sind dagegen die Deutsche und die Gemeine Wespe, die ihre Nester in Erdlöchern oder in Hohlräumen bauen, oftmals im Rolladenkasten.

Während man freihängende Nester umsiedeln kann, ist ein Rolladenkasten selbst für den Profi ein nicht überwindbares Hindernis für eine Umsiedlung. Falls man mit den Wespen nicht leben kann, gibt es in dieser Situationen keine andere Möglichkeit als die Wespen zu vergiften. Doch aufgepaßt, die Gifte können auch Menschen gefährden, weil sie im Körper nur sehr langsam abbauen! Deshalb empfehlen wir: Nie selbst zur Sprühdose greifen, der Fachmann ist in diesem Fall der Schädlingsbekämpfer! Achten Sie darauf, dass das Gift nicht in die Wohnräume gelangt!

Wespen lassen sich trainieren!

Jetzt fallen sie wieder im Trupp über Marmelade, Limonade und alles Süße her, wie wenn es nichts anderes gäbe: Wespen. Und genau so ist es auch. Wespen brauchen Zucker, quasi als Flugbenzin. Da es an natürlichen Futterquellen wie Blütennektar um diese Zeit mangelt, bedienen sie sich eben auch an Zwetschgenkuchen und Co.

Die Wespenlarven dagegen brauchen Eiweißnahrung. Deshalb fangen die Schwarz-gelben fleißig Fliegen, Raupen und andere Insekten, um sie damit zu füttern.

Trotzdem: Wespen an Zwetschgenkuchen nerven. Für Leute, die öfters und immer am gleichen Platz draußen Kaffeetrinken, haben wir deshalb einen Tip: Probieren Sie es mit einer Ablenkungsfütterung! Diese wirksame Methode wurde in einem Gartencafé entdeckt und von uns ausgiebig getestet.

Wespen lassen sich regelrecht trainieren, nur noch Zuckerwasser zu trinken, das man ihnen etwas abseits vom Kaffeetisch anbietet. Zunächst stellt man beispielsweise einen Blumenuntersetzer mit Zuckerwasser direkt neben den Tisch auf einen Hocker. Sobald die Wespen die bequeme Futterquelle, von der sie nicht verscheucht werden, entdeckt haben, rückt man den Hocker im Laufe des Kaffeetrinkens immer weiter weg. Bis an einen Platz, wo das flache Schälchen stehenbleiben soll. Und zwar in die Richtung, aus der die Wespen angeflogen kommen, damit die Anflugschneise nicht über den Kaffeetisch verläuft. Beim nächsten Mal stellt man das Zuckerwasser schon vor dem Kaffeetrinken an seinen auserkorenen Platz. Wahrscheinlich klappt es noch nicht ganz, dass die Wespen nur noch diese Futterquelle ansteuern. Beim dritten Mal aber könnte man schon ziemlich Ruhe vor den Plagegeister haben.

Sehr wichtig! Nach der Mahlzeit muß man das Schälchen sofort wieder entfernen. Die pfiffigen Insekten lernen so, dass es nur dann etwas für sie gibt, wenn der Kaffeetisch gedeckt ist. Ließe man den Futternapf stehen, würde es sich bei sämtlichen Wespen in der Umgebung herumsprechen, dass da eine Dauerzuckerquelle ist. Und dann würde man sich vor ungebeten Gästen wohl nicht mehr retten können.


Übrigens: Auch mit Hilfe von ätherischen Ölen, mit Nelken gespickten Zitronenhälften, einem Zitronenmelisse- oder Rainfarnstrauß oder einem Verdampfer mit Nelkenöl kann man Wespen vom Essenstisch fernhalten. Das funktioniert allerdings nur bei Windstille. Alternativ kann man versuchen, mit einem feinen Wassersprühstrahl die Wespen in die Flucht schlagen.

Wir haben etwas gegen Motten

Wenn aus dem Vorratsschrank plötzlich kleine Schmetterlinge flattern, ist klar: Lebensmittelmotten! Sie sind gerade aus ihrer Puppenhülle geschlüpft, vielleicht haben Männchen schon Weibchen befruchtet und diese ihre Eier auf das trockene Brötchen abgelegt. Bald schlüpfen kleine, hungrige Raupen, die an ihrem Futter Gespinste hinterlassen. Auf der Suche nach Leckerbissen sind Papier- und Plastiktüten keine Hindernisse, sie beißen sich durch. Großgefressen verkriechen sie sich dann in unzugängliche Ritzen, um sich dort zu verpuppen.

Wir haben etwas gegen diese Motten - und Tipps wie man sie wieder los wird:

Um ihren Vermehrungskreislauf zu unterbrechen, ist es am allerbesten, anfällige Vorräte wie Mehl, Trockenfrüchte, Hülsenfrüchte, Müsli, Nüsse, usw. konsequent in dicht schließende Behältnisse wie Gläser mit Gummidichtungen umzupacken. Da kommt keine Motte rein und auch keine Raupe raus, falls sie mit der Ware eingeschleppt wurde. In diesem Fall wirft man den Inhalt des Glases weg, und das Problem ist gelöst. Verdächtig erscheinende Lebensmittel können zum Abtöten der Eier und Räupchen eingefroren werden. Im Handel gibt es giftfreie Mottenfallen mit Sexuallockstoff. Daran bleiben Männchen kleben und können dann keine Weibchen mehr begatten. Allerdings: Bei offenem Fenster lockt man sie auch von draußen an. Literaturtipp Ungebetene Hausgäste, Christel Sachs/Jutta Kopp, Sachsverlag, ca. 15,- €

Küchenschaben - nur keine Panik!

Vielen Menschen scheint es außerordentlich peinlich zu sein, bei sich zuhause Küchenschaben zu entdecken. Dabei hat praktisch der gesamte Lebensmittel verarbeitende und -vertreibende Bereich damit Probleme. Die ungebetenen Gäste verbreiten sich nämlich sehr einfach über Transportverpackungen.

Allerdings ist eine sofortige Bekämpfung sehr ratsam. Denn: einmal gründlich eingenistet, dort wo es warm und das Nahrungsangebot ausreichend ist, kann man ihnen kaum noch beikommen. Die Weibchen legen beispielsweise mehrere Eier zusammen in einer schützenden Hülle ab durch die kein Mittel dringt. Giftaktionen lösen deshalb das Problem meist nicht dauerhaft, können aber bei Menschen heimtückische chronische Nervenschäden auslösen.

Die BUND-Umweltberatung hat nun wiederholt die Erfahrung gemacht, dass das Aufstellen von mehreren ungiftigen Klebefallen um den Fundort herum schon genügt, um eingeschleppte Küchenschaben abzufangen, bevor sie sich vermehren können. Aber auch dort, wo sie Dauergäste sind, also beispielsweise in Restaurantküchen, Bäckereien, Lebensmittelabteilungen usw. sind Klebefallen eine umweltfreundliche und gesundheitsschonende Alternative. Für diesen Bereich müssen sie allerdings generalstabmäßig eingesetzt werden.


Wenn es nach der Gartenparty heftig juckt ...

... können die winzigen Larven der Herbstmilbe die Ursache sein

Die Herbstmilbe ist in den letzten 15 Jahren vielerorts in Gärten, Parks und Grünanlagen zu einer echten Plage geworden. Die Ursache hierfür ist unbekannt, vermutlich spielen veränderte Klima- und Umweltfaktoren eine Rolle.

Die meiste Zeit leben die Milben unauffällig unter der Erde. Nur in einem bestimmten Larvenstadium werden sie zu Parasiten und können Mensch, Hund, Katze oder andere Wirbeltiere befallen. Das Ergebnis sind dann heftig juckende Hautrötungen, ähnlich wie bei Insektenstichen. So manch ein Gartenfest an feuchtwarmen Tagen wird aufgrund solcher unangenehmer Nachwirkungen wohl unvergesslich bleiben.

Obwohl im September die Belästigungen durch Herbstmilben am häufigsten sind, können sie von März bis November auftreten. Typisch sind zahlreiche, eng beieinander liegende Stiche an feuchtwarmen Körperstellen, wie die Ränder eng anliegender Kleidungsstücke, der Oberschenkelinnenbreich, die Kniekehlen und die Achselhöhlen.  Wenn man die Einstichstelle gleich mit der Lupe untersucht, kann man dort noch die rot-orange Milbe entdecken. 

Meist juckt es am zweiten oder dritten Tag am schlimmsten. Dagegen hilft ein sofortiges Abtupfen der Stichstellen mit 70 prozentigem Alkohol und das Auftragen von Juckreiz stillenden Mitteln. "Leider scheint nicht allen Ärzten oder Apothekern diese harmlose Trombidiose geläufig zu sein und es werden lindanhaltige Emulsionen verabreicht", warnt die BUND-Umweltberatung. Dabei übertragen Herbstmilben weder Krankheiten noch sind sie ansteckend.

Derzeit gibt es keine verlässlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Plagegeister in Garten oder Grünanlagen. Man kann die Milben aber mit einer einfachen Methode im Garten nachweisen. Dazu legt man auf Rasenflächen, Beeten und unter Bäumen weiße Kacheln aus. Davon werden die flinken 0,3 mm großen rot-orangen Milbenlarven magisch angezogen und man kann sie darauf mit der Lupe gut erkennen.

Vorbeugend können dann betroffene Personen (nicht alle Menschen werden befallen oder reagieren auf Stiche) mit Repellentien experimentieren. Alle Einreibemittel, die Zecken gut abweisen, scheinen auch bei Milben zu helfen. Da die Milben herdartig vorkommen, also nicht überall im Garten, kann man darüber hinaus die befallenen Gartenbereichen meiden



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