Stellungnahme im Stadtblatt - Windenergie und Naturschutz in Heidelberg gemeinsam denken

16. Juni 2026

Der BUND Heidelberg war als Naturschutzverband eingeladen im Stadtblatt eine Stellungnahme abzugeben. Die zur Verfügung stehenden Zeichen waren stark begrenzt. Dies ist der Versuch ein sehr komplexes Thema mit enormen Zielkonflikten in Sachen Umweltschutz in sehr wenigen Zeichen verständlich zu machen.

Windräder im Wald

Der BUND Heidelberg unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien ausdrücklich, auch vor Ort. 

Der Bürgerentscheid betrifft ein ökologisch sensibles Gebiet. Der BUND bewertet dies kritisch – nicht aus Ablehnung der Windenergie, sondern wegen der besonderen naturschutzfachlichen Bedeutung. 

Im Zentrum steht das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000, zu dem das FFH-Gebiet „Steinachtal und Kleiner Odenwald" gehört. Diese Gebiete sichern den Erhalt wertvoller Lebensräume und gefährdeter Arten. Eingriffe sind nur zulässig, wenn Erhaltungsziele nicht beeinträchtigt werden – was noch geprüft werden muss. 

Denn wichtig: Ein Bürgerentscheid kann rechtlich keine naturschutzfachliche Prüfung ersetzen.

Egal wie der Bürgerentscheid ausgeht, vor einem Bau wird eine solche Prüfung erfolgen müssen. Der Bürgerentscheid gibt den politischen Willen vor, doch rechtliche und naturschutzfachliche Vorgaben bleiben auch dann bindend.

ENDE der Zeichenbegrenzung im Stadtblatt

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