Asiatische Hornisse am Primärnest
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) ist eine gebietsfremde, invasive Art, die sich seit einigen Jahren auch in Heidelberg und der Rhein-Neckar-Region ausbreitet. Als sogenannte „invasive Art“ stellt sie eine Bedrohung für die einheimische Biodiversität, insbesondere für Honigbienen, dar.
Hier ist eine kurze Übersicht zum Umgang:
Erkennungsmerkmale: Was ist der Unterschied?
Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als unsere heimische Europäische Hornisse.
- Körper: Überwiegend dunkel/schwarz.
- Beine: Auffällig gelb gefärbt („gelbfüßige Hornisse“).
- Hinterleib: Dunkel mit einem feinen, orangenen Ring am Hinterleib.
- Gesicht: Orange.
Warum ist sie ein Problem?
- Imkerei: Die Asiatische Hornisse jagt Honigbienen direkt vor deren Bienenstöcken. Ein einziges Nest kann bis zu 20 kg Bienen pro Jahr vernichten.
- Ökosystem: Sie ernährt sich auch von anderen heimischen Insekten, was das ökologische Gleichgewicht stört.
- Gefahr: Sie gilt als aggressiver bei der Nestverteidigung als unsere einheimische, geschützte Hornisse.
Umgang und Maßnahmen in Heidelberg
- Nicht selbst bekämpfen: Versuchen Sie niemals, ein Nest selbst zu entfernen. Die Tiere verteidigen ihr Nest aggressiv.
- Sichtungen melden: Aufgrund der Ausbreitung in Heidelberg (2025/2026) ist es wichtig, Funde zu melden. Nester und einzelne Tiere können mit einem Foto über die LUBW-Meldeplattform oder die „Meine Umwelt-App“ des Landes Baden-Württemberg gemeldet werden.
- Ansprechpartner: In Heidelberg ist der BUND Heidelberg erster Anlaufpunkt und vermittelt gerne an die Stellen weiter, die in Ihrem Fall zuständig sind.
- Verwechslungsgefahr: Die heimische Europäische Hornisse ist geschützt und darf nicht bekämpft werden.
Zusammenfassend gilt: In Heidelberg: Augen auf, Foto machen und über das LUBW-Portal melden. In öffentlichen Raum erfolgt dann die Bekämpfung durch Experten. Auf Privatgelände ist der Eigentümer selbst verantwortlich und sollte ggf. einen Experten beauftragen das Nest zu entfernen